Beziehungszeit mit Gott als Mami

Geschrieben am 19. Mai 2019 von esther

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"Was machst du denn eigentlich den ganzen langen Tag?", fragen mich Leute. Und ich bin tatsächlich ein wenig überfordert mit dieser Frage. Naja was mache ich denn wirklich schon? Ich schließe keine Millionendeals ab, führe keine Meetings, organisiere keine Events. Obwohl moment mal. Organisieren tue ich ziemlich viel und das eigentlich ständig.

Noch bevor mein Kleiner aufsteht überlege ich was ich ihm anziehe, was es heute zum Frühstück gibt und frage mich ob er das wohl heute isst. Denn alle paar Wochen scheint er seine Vorliebe für bestimmte Sachen zu ändern. Dann wird tagsüber aufgeräumt und geputzt. Oft merkt man von dem aufräumen spätestens nach dem Mittagessen nicht mehr. Da es meinem Kleinen derzeit richtig Freude macht überall Boxen herauszuziehen und deren Inhalt auszuräumen. Dazwischen wird noch Wäsche gewaschen, Müllkübel runter getragen, Windel gewechselt, Geschirrspüler ausgeräumt, Kleiner beruhigt, Snack herrichtet, nochmal Windel gewechselt und den Kleinen zum Schlafen hinlegen. Ist dieses Meisterwerk des Schlafen legens gelungen, bin ich meistens auch hundemüde und brauche ein paar Minuten um aufzutanken.

Wir Mamis kennen diesen Alltag und dann ist hier diese große Frage:"Wie schaffe ich es in all diesem Getummel Zeit mit Gott zu verbringen?"
Wir wissen, dass es gut für uns ist als Christen Qualitätszeit mit Gott zu verbringen. Denn darum geht es ja: Unser Leben mit Gott besteht aus einer aktiven Beziehung mit ihm und nicht aus Ritualen.

Früher hat das ganz gut geklappt. Ich hatte mir immer nach dem Aufstehen in der Früh und einem guten Frühstück meine Kopfhörer, Bibel und Notizbuch geschnappt. So habe ich dann auf meinem gemütlichen kuscheligen Wohnzimmersessel eine Stunde mit Gott verbracht. Das waren die besten Zeiten an die ich mich erinnern kann. Gott hat mich hier ermutigt, mir Dinge für den Tag gezeigt und ich konnte Dinge bei ihm abladen.

Doch als ich Mama geworden bin hat sich das plötzlich verändert und war nicht mehr so leicht umzusetzen. Mein Kleiner steht ab und an um fünf Uhr in der Früh auf. Da ich kein Morgenmensch bin, kann ich um diese Uhrzeit selber kaum meine Augenlieder hochhalten. Habe ich hier ab und zu versucht etwas zu lesen, fielen mir im nu die Augen zu.
Morgens Zeit mit Gott zu verbringen war also nicht die Lösung. Dann einfach Abends dachte ich mir. Na klar. Der Kleine schläft dann und dann ist endlich Ruhe und Zeit dafür. Doch auch hier war es nicht so leicht umzusetzen.

Mein Mann war nach einem langen Arbeitstag dann zuhause und natürlich wollten wir auch Zeit miteinander verbringen. Aber das andere war natürlich auch, dass ich meistens auch Abends schon so müde war um etwas zu lesen. Was sollte ich also tun? Meine Frustration über mich selber wuchs und ich wusste nicht, wie ich das alles unterbringen kann.

Genau in diese Situation hinein sprach Gott zu mir. Er sagte, dass er ja mit mir durch den gesamten Tag gehen möchte und nicht nur eine Stunde. Er möchte, dass ich ihn hinein nehme in meinen Alltag.
Das hatte ich schon oft gehört aber nun war es dran, dies auch als Mami umzusetzen.

Bewusst entschied ich mich nun jeden Tag Gott so zu sehen als würde er mit mir durch die Wohnung gehen, die Wäsche aufhängen und Kochen. Und plöztlich geschah da unglaublich viel. Eine menge Lieder die ich auswendig weiß kann ich jederzeit singen. Egal ob beim Windelwechseln oder Bügeln.

Folgende Punkte halfen mir als Mami:

1. Anstatt nur die Bibel zu lesen lief ab jetzt ganz oft die Hörbibel.
2. Kurze Notizen die mir Gott gezeigt hatte schrieb ich in mein Smartphone anstatt in mein Notizbuch. Da ich das leichter zur Hand hatte.
3. Lobpreismusik wird während dem Kochen und während dem Spielen mit dem Kleinen aufgedreht.
4. Auf Youtube schaute ich mir Abends wenn ich schon etwas müder war Youtube Videos von Predigten an oder ich ließ sie untertags im Hintergrund laufen.
5. Ich kaufte mir Hörbücher zu spannenden Themen wo ich im Glauben weiterkommen wollte.

Man sieht auf den ersten Blick, das das Lesen großteils durch das Hören ersetzt wurde. Für mich persönlich ist es eine enorme Bereicherung, da mir Dinge durch das Hören auch ganz neu bewusst werden. Auch wenn ich manchmal nicht jedes Wort genau mitbekomme, da Action im Hause ist, spricht Gott so unglaublich viel zu mir.

Und eine Sache schätze ich auch besonders: Vor Jahren empfand ich es manchmal als mühsam Bibelstellen auswendig zu lernen. Aber jetzt bin ich dafür so dankbar. So kann der Heilige Geist diese Stellen hervorholen und mich ermutigen auch wenn ich gerade keine Möglichkeit habe die Bibel aufzuschlagen.

Falls du Mami bist, wie schaffst du es im Alltag Beziehungszeit mit Gott zu haben und wie machst du es praktisch?

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One comment on “Beziehungszeit mit Gott als Mami”

  1. So ermutigend zu lesen, dass ich nicht alleine damit kämpfe. So wunderbar ehrlich geschrieben! Wir hören auch Lobpreis beim Kochen. Die Hörbibeln werde ich ab jetzt versuchen!

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