Gott beim Wort nehmen II

Geschrieben am 16. März 2020 von johanna

Kategorie:

Als ich in der Bibelschule saß und dem Lehrer zuhörte, hatte ich plötzlich eine wunderbare neue Sichtweise von Psalm 119,105: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinen Wegen“

Ich verstand diesen Vers zuvor immer sehr poetisch und symbolisch, fast wie ein Sprichwort: Die Bibel ist eben so ein ermutigendes Buch, dass sie in meinem Leben wie ein hoffnungsvolles Licht scheint. Aber vielmehr dachte ich mir dazu nicht. 

Dann kam die neue Erkenntnis: Das Wort Gottes ist so kraftvoll und besitzt tatsächlich das Potential jeder Situation meines Lebens neuen Halt zu geben und mich in meinen täglichen Entscheidungen zu unterstützen. Ganz praktisch geschieht dies, indem die Worte Gottes Licht in meine Herausforderungen und Nöte bringen.

Die Neue Genfer Bibelübersetzung drückt es so aus: „Dein Wort leuchtet mir dort, wo ich gehe; es ist ein Licht auf meinem Weg.“ Meine Lebenswege sind durch das Wort Gottes gegründet und deshalb muss ich nicht länger im Finsteren herumtappen. Denn wenn ich das Wort kenne, habe ich auch Kenntnis über Gottes Willen und gleichzeitig Gemeinschaft mit ihm. Mit Gottes Wort, und somit seinem Autor selbst, Zeit zu verbringen ist daher meiner oberste Priorität. Das stärkt mich und lässt scheinbare Probleme und Sorgen klein erscheinen.

Eine weitere Erläuterung des Textes folgt in Vers 133: Mache meine Schritte fest durch dein Wort. Mit der beständigen Aufnahme von Gottes Wort werden meine Schritte fest sein und nicht wanken, weil ich mir seiner Anerkennung und Liebe sicher sein darf.

Ich verfolge im Alltag zwei Entscheidungen, um sicherzugehen, dass ich Gott tatsächlich beim Wort nehme und mich in meinem Handeln auf seine Zusagen und Verheißungen stützte:

  1. Gottes Wort ist die Wahrheit, nach der ich mein Leben ausrichte. Ich habe mich dazu entschieden, dem Gesamten zu vertrauen und nicht nur einzelnen Textstellen.
  2. Gottes Wort sagt es, ich glaube es und das genügt mir. Ich muss nicht noch zehn andere Meinungen einholen und alle eventuellen "Worst-Case-Szenarios" durchdenken, bevor ich meinen Frieden finden kann.

Bereits König David hat in den Psalmen Gottes Worte gepriesen und davon erzählt, wie er sie in Zeiten der Not und Krise für sein Leben annahm. Hier sind ein paar Verse aus Psalm 138 (3.7.8) und 139 (1.2.3.5), die mich dazu sehr berühren. Du kannst sie als Gebet immer wieder über deine Situation aussprechen:

An dem Tag, da ich rief, hast du mir geantwortet; du hast mir Mut verliehen, in meine Seele kam Kraft. Wenn ich mitten durch die Bedrängnis gehe, so wirst du mich am Leben erhalten. Der HERR wird es für mich vollbringen! Das Werk deiner Hände wirst du nicht im Stich lassen! HERR, du erforschst mich und kennst mich. Du verstehst meine Gedanken von ferne. Und bist vertraut mit allen meinen Wegen. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Teil I dieses Themas findest du hier: https://laut-leben.at/gott-beim-wort-nehmen/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Folg uns auf Social Media:

Copyright © Laut Leben


linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram